50 Jahre Engagement für Menschenrechte

Erklärung der Menschenrechte Bild vergrößern Ein Mitglied von amnesty international hält ein Heft mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in der Hand (© picture-alliance/ dpa) Mit einem „Fest für die Menschenrechte“ im Haus der Kulturen der Welt feiert die deutsche Sektion von Amnesty International (AI) am 27. Mai in Berlin ihren 50. Geburtstag. Höhepunkt des Festakts ist die Verleihung des 6. Amnesty International Menschenrechtspreises. Die Auszeichnung geht an den Mexikaner Abel Barrera Hernández. Er ist Gründer eines Menschenrechtszentrums, das Übergriffe von Soldaten auf die indigene Bevölkerung untersucht.

AI ist mit rund drei Millionen Mitgliedern und Unterstützern weltweit die größte Menschenrechtsorganisation. In Deutschland wurde AI im Juni 1961 – zwei Monate nach der Gründung der internationalen Hauptorganisation – von dem bekannten deutschen Journalisten Gerd Ruge und weiteren Mitstreitern ins Leben gerufen. Amnesty Deutschland war damals die erste Länder-Sektion weltweit. Heute engagieren sich rund 110.000 Mitglieder und Unterstützer in Deutschland für die Nichtregierungsorganisation. Deren Arbeit orientiert sich an den 30 Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die die Vereinten Nationen 1948 verabschiedet haben. Neben der Hilfe für Opfer von menschenunwürdiger Behandlung sieht AI vor allem Aufklärung und das Bewusstsein für Menschenrechte als zentrale Aufgabe an.

In Deutschland haben der nationale und internationale Schutz der Menschenrechte einen hohen Stellenwert. Die deutsche Außenpolitik verfolgt auf bilateraler und multilateraler Ebene das Ziel, Menschen weltweit vor Verletzungen ihrer Menschenrechte und Eingriffen in ihre Grundfreiheiten zu schützen. Sie tritt für den Respekt der universell geltenden Menschenrechte ein. Als Vertragsstaat aller bedeutenden Konventionen und Kontrollinstrumente der Menschenrechtspolitik unterstützt Deutschland die internationale Staatengemeinschaft. Aus Sicht des Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik, Markus Löning, erfordert Menschenrechtspolitik einen langen Atem: „Unsere Glaub­würdigkeit hängt wesentlich davon ab, dass wir in allen Politikfeldern konsequent für Menschenrechte eintreten“, betont Löning.

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