Bundesminister Westerwelle startet die Kampagne "Deutsch -- Sprache der Ideen" mit einer Hommage an die deutsche Sprache
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Deutsch - Sprache der Ideen
(© Auswärtiges Amt)
Mit der Kampagne "Deutsch - Sprache der Ideen" wollen das Auswärtige Amt und seine Partnerorganisationen jungen Menschen weltweit Lust machen, Deutsch zu lernen. Am 25. Februar startete Bundesaußenminister Westerwelle die Kampagne mit einer Kunstveranstaltung im Berliner Radialsystem.
In seiner Begrüßungsrede erinnerte Westerwelle daran, dass bereits mehr als vierzehn Millionen Menschen in der Welt Deutsch lernen. "Keine andere Sprache ist in Europa für mehr Menschen Muttersprache", so der Minister. Ziel der Anstrengung müsse es aber sein, noch mehr Menschen in der Welt für die deutsche Sprache zu begeistern.
Deutsch - Sprache der Jugend
Mehrsprachigkeit sei der Schlüssel zu einer europäischen Identität, die die gewachsene Vielfalt des Kontinents achte. Westerwelle: "Deutsch als Sprache im Herzen Europas ist ein wichtiger Teil dieser Identität". In Osteuropa sei Deutsch eine Sprache der Jugend. So lernten in Polen über 2,3 Millionen Menschen Deutsch. Doch nicht nur in Europa, sondern gerade auch in den schnell wachsenden Volkswirtschaften Asiens seien "das Potential und das Interesse an Deutsch und an einem Studium in Deutschland enorm."
Intellektuelle Freiheit fördern
Der Minister betonte, die vielen Vorteile der deutschen Sprache: Sie sei das Tor zu einem wirtschaftlich attraktiven Markt und zum starken Netz der deutschen Wirtschaft in der Welt. Sie sei der "Schlüssel zu einem der besten Ausbildungssysteme der Welt" und eröffne die Chance auf eine Karriere in mehr als 350 Hochschulen, von denen einige Weltruf genössen. Schließlich öffne sie den Weg zur deutschen Literatur, Musik, Philosphie und Wissenschaft.
Westerwelle stellte die Förderung der deutschen Sprache ausdrücklich auch in den Kontext der werte- und interessengeleiteten Außenpolitik. Mit seiner Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik, in die das Auswärtige Amt etwa ein Viertel seines Jahreshaushalts investiere, vermittele Deutschland seine freiheitlichen Werte unmittelbar:
Wer für Rechtsstaatlichkeit eintritt, eröffnet Freiräume für
Menschen. Ideen, die man in einem Goethe-Institut frei diskutiert,
sind Ideen, für die man zwei Häuser weiter ins Gefängnis geworfen
werden kann. Die intellektuelle Freiheit zu fördern, ist ein
Auftrag, den Deutschland erfüllen will und dem ich mich persönlich
verpflichtet fühle.
Westerwelle dankte allen Partnern, die zur Kampagne beitragen: das Goethe-Institut, der Deutsche-Akademische Austauschdienst, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, der Pädagogische Austauschdienst, das Institut für Auslandsbeziehungen und die Deutsche Welle.
Grenzgänger der Sprache
Am Auftaktabend im Radialsystem, der in Kooperation mit den Berliner Festspielen stattfand, nahmen Künstler wie die Schriftsteller Péter Esterhazy und Yoko Tawada, die Gruppe "Die Maulwerker" und die Rapperin und Slam-Poetin Nina 'Fiva' Sonnenberg teil. Sie gestalteten den Abend als Grenzgänger der Sprache, die in mehreren Kulturen zuhause sind.
Die einzelnen Initiativen im Rahmen der Kampagne "Deutsch - Sprache der Ideen" werden sich über das ganze Jahr 2010 erstrecken. Sie umfassen weltweit Sprachkurse und Bildungsmessen, die Partnerschulinitiative des Auswärtigen Amts mit einem Netz von weltweit fast 1.500 Schulen, Universitätspartnerschaften und Stipendien.