Aufführung des Theaterstücks „Der geteilte Himmel“

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Die Aufführung des auf der gleichnamigen Erzählung von Christa Wolf basierenden Theaterstücks „Der geteilte Himmel“ von den Regisseuren Felicitas Zürcher und Tilmann Köhler vom Staatsschauspiel Dresden wurde in den Abendnachrichten des slowakischen Fernsehsenders TA3 angekündigt.

Das Stück wird am 19.6. um 20:00 im Rahmen des Festivals „The Wall“ am Nationaltheater Bratislava gezeigt.

Die Erzählung „Der geteilte Himmel“ von Christa Wolf aus dem Jahr 1963 ist an der Oberfläche ein klares Bekenntnis zum Sozialismus und der DDR. Dennoch finden sich in dem Werk eine Vielzahl systemkritischer Momente, die ein mögliches Scheitern andeuten. Christa Wolf beschreibt eindrucksvoll die Zerrissenheit des Mädchens Rita Seidels zwischen der Liebe zu einem Republikflüchtling und der Loyalität zu den Werten des Sozialismus in Zeiten des Mauerbaus.

Das Wissen um das Scheitern verändert die Perspektive des Traums einer „besseren“ Gesellschaft. Dennoch gehört gerade auch  diese Vergangenheit zum Erbe eines wiedervereinten Deutschlands, ohne ideologischen Ballast oder Anspruch.  Das 25. Jubiläum der deutschen Widervereinigung bietet sich für eine solche Selbstbesinnung, die Vergangenheit und Gegenwart verbindet, in besonderer Weise an.  Den einschlägigen Kritiken zu Folge scheint diese Selbstbesinnung  mit dieser Theaterinszenierung uneingeschränkt gelungen zu sein.

    
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Video:  

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